Resilienz für Frauen in der Landwirtschaft – Ein erfolgreiches Hilfsprojekt im Senegal

Seit drei Jahren unterstütze ich ein außergewöhnliches Projekt im Norden des Senegals, in der Region Ross Béthio. Gemeinsam mit der Caritas vor Ort werden dort über 1.000 Frauen dabei begleitet, sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen – und ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

Die Region leidet unter immer längeren Trockenperioden, Ernteausfällen und knapper werdenden Ressourcen. Doch anstatt in einer Opferrolle zu verharren, haben diese Frauen die Herausforderung angenommen – und daraus eine Chance gemacht.

Mit gezielten Schulungen, lokaler Unterstützung und viel Eigeninitiative ist es gelungen, nachhaltige Einkommensquellen zu schaffen. Frauen, die früher von unbeständigen Regenzeiten abhängig waren, bauen heute erfolgreich Reis an, legen Gemüsegärten an, züchten Hühner, gründen Sparvereine und stellen eigene Produkte wie Seife oder Kraftnahrung für Babys her.

Das Projekt geht dabei weit über Landwirtschaft hinaus. Es stärkt das Selbstvertrauen und die Eigenständigkeit der Frauen, fördert Solidarität und Zusammenarbeit in den Dorfgemeinschaften und verbessert die Mutter-Kind-Versorgung in einer Region, in der medizinische Infrastruktur oft fehlt.

Besonders beeindruckend ist, dass dieses Empowerment von innen heraus funktioniert: Die Frauen lernen, ihr Wissen weiterzugeben und ihre Gemeinschaften wirtschaftlich zu stärken. Viele Männer in den Dörfern sind heute nicht nur stolz auf ihre Frauen – sie staunen, wie viel Einkommen und Stabilität diese in kurzer Zeit geschaffen haben.

Was hier entsteht, ist echte Resilienz: die Fähigkeit, schwierige Bedingungen nicht nur zu überstehen, sondern gestärkt daraus hervorzugehen.

Ich sehe in diesen Frauen nicht nur Stärke, sondern Inspiration. Sie zeigen, dass Veränderung immer möglich ist, wenn Menschen sich zusammenschließen, Mut fassen und Verantwortung übernehmen.

In einer Zeit, in der der Klimawandel weltweit Angst und Unsicherheit erzeugt, wird hier im Senegal sichtbar, dass Herausforderungen auch Chancen sein können – und dass Hoffnung manchmal dort am stärksten wächst, wo die Bedingungen am härtesten sind.

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